Am 31.05.2018 war es so weit: Die Astronomie-AG der Liebigschule fuhr über Fronleichnam nach Genf um sich das CERN (das europäische Zentrum für Nuklearforschung) anzusehen und viel über den Teilchenbeschleuniger zu erfahren.

Unser Zug erreichte den Genfer Hauptbahnhof pünktlich und wir konnten unser Quartier in der Jugendherberge beziehen. Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, um mit der Straßenbahn zum Besucherzentrum des CERN zu fahren, wo uns auch schon unser Guide Frank Zimmermann und eine Familie aus Klagenfurt erwarteten.

Da der Teilchenbeschleuniger derzeit in Betrieb ist, konnten wir leider nicht in den Tunnel und mussten uns mit einer gut gemachten Hologrammanimation eines ausgemusterten Teilchenbeschleunigers begnügen, die zugleich auch die Geschichte des CERN erläuterte.

Etwas später hat uns dann unser zweiter Guide Michael Benedikt bei etwas Kaffee, Saft und Croissants Fakten über das CERN anhand einer PowerPoint-Präsentation nähergebracht, sowie über die Jobchancen dort gesprochen.

Daraufhin konnten wir uns den Atlas-Detektor und dessen Kontrollraum ansehen, wo es auch ein maßstabgetreues LEGO-Modell des CERN gab. Besonders interessant war hierbei ein 3D-Film, der die Messungen und die Arbeitsweise des Detektors sehr anschaulich erklärt hat.

Aufgrund der Größe des Areals wurden wir zu unserer nächsten Station, dem CERN-Computer- Center, mit dem Bus gefahren. Dort gab es wieder einen sehr informativen Film und uns wurde erklärt, dass Tapes sich wegen deren langen Haltbarkeit und ihren geringen Anschaffungskosten besonders für Sicherheitskopien der Forschungsergebnisse lohnen.

Gegen 12:30 Uhr sind wir dann zu einer der Kantinen des CERN gefahren und konnten das Mitarbeiteressen probieren, sowie uns noch etwas persönlicher mit unserem Guide unterhalten.

Danach bekamen wir noch die Möglichkeit, uns ELENA, ein Projekt zur Erzeugung von Antiprotonen, anzuschauen. Uns wurde erklärt, dass man im CERN auch viele Experimente mit Antiprotonen und –elektronen macht, um deren Eigenschaften besser verstehen zu können. Zum Glück ist es derzeit nicht möglich, so große Mengen herzustellen, dass es wirklich gefährlich für uns werden könnte und wir in einem schwarzen Loch verschwinden. ;)

Nach einer weiteren Kaffeepause konnten wir uns ansehen, wie die Magneten, die für die Beschleunigung der Teilchen nötig sind, funktionieren und wie sie aufgebaut sind. Aktuell werden Magneten für den neuen 100 Kilometer langen Beschleunigungsring speziell angefertigt.

Gegen Ende unseres Besuches durften wir uns noch das Synchrocyclotron anschauen und wie die Forscher erfahren, was gerade im Teilchenbeschleuniger passiert. Im ganzen Kontrollraum stehen Sektflaschen; für jede neue Entdeckung eine, die die Erfolge des CERN dokumentieren.

Jeder unserer Guides erhielt schließlich noch ein paar unterschriebene Bilder unserer AG als Dankeschön und Erinnerung.

Die restliche Zeit haben wir noch in einer Ausstellung über den Kosmos verbracht und sind dann gegen 18:00 Uhr wieder in Richtung Genfer Innenstadt aufgebrochen.

Es war ein langer aber sehr interessanter Besichtigungstag