Mit einer wundervollen Gruppe von 8 Leuten sind wir Mitte Juni nach Montecarlo aufgebrochen, was ein kleines Dorf im Norden Argentiniens, in der Provinz Misiones, ist.Nach gut 20 Stunden Reise und nach lang vorangehender Vorfreude, waren wir endlich an unserem Ziel angekommen!

Wir sollten für die kommenden Wochen in Gastfamilien leben, manche von uns kannten ihre Austauschpartner schon, weil diese bereits in Frankfurt waren, manche von uns kamen in für sie bis dahin unbekannte Familien.Was wir alle direkt feststellen konnten, war die unglaubliche Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die uns entgegengebracht wurde! Seit dem ersten Moment an, waren wir ein fester Bestandteil der Familie und fühlten uns dort direkt zu Hause.Das erste große Highlight stand für uns direkt schon in der ersten Woche an: Unser 2-tägiger Ausflug zu einem der (neuen) 7 Weltwunder - den Iguazú-Wasserfällen.

Den ersten Tag verbrachten wir auf der argentinischen Seite, wo man direkt oben am Wasserfall dieses Spektakel beobachten konnte. Außerdem sind wir mit einem Raftingboot mitten in die Wasserfälle hineingefahren, was für die meisten von uns ein absolutes Highlight dieses Ausflugs darstellte! Am 2. Tag sind wir rüber auf die brasilianische Seite gefahren (die Iguazú-Fälle bilden einen Teil der argentinisch-brasilianischen Grenze). Von dort aus, hatten wir einen unbeschreiblichen Panoramablick auf die beeindruckenden Wasserfälle der argentinischen Seite, was ebenfalls eine Erfahrung war, die im Nachhinein, keiner von uns missen möchte!Nach dieser „Reise“, sind wir direkt weiter, nämlich nach Buenos Aires, was 20h mit dem Bus von Montecarlo entfernt liegt. Insgesamt waren wir 9 Tage in Buenos Aires und hatten somit genug Zeit die vielen Facetten der Stadt kennenzulernen.

Wir wohnten direkt im Stadtzentrum in einem Hotel und waren somit beispielsweise auch nur 2 Minuten vom Wahrzeichen Buenos Aires, dem Obelisken, entfernt. Desweiteren besuchten wir das Regierungsgebäude, die Casa Rosada, den Hauptplatz, die Plaza de Mayo, und viele weitere Sehenswürdigkeiten, die die Hauptstadt Argentiniens zu bieten hat. Abends waren wir beispielsweise einmal bei einem Konzert der Philharmonie B.A. in dem berühmten Opernhaus „Teatro Colón“ oder sonst in einer Tangobar, wo wir auch selber Element des traditionellen Tanzes erlernt haben, und die Möglichkeit hatten, typisch lateinamerikanische Tänze, wie Salsa oder Bachata zu tanzen. Unsere Reise nach Buenos Aires war allerdings um ein Vielfaches noch einmal schöner, weil wir so viel Zeit in unserer Gruppe verbracht haben und die Erfahrungen mit Menschen erlebt haben, die wir im Laufe der Wochen sehr zu schätzen gelernt haben!Wieder in Montecarlo angekommen, waren wir auch viel in der Schule, mit der wir den Austausch machen, dem Instituto Carlos Culmey. Das Culmey ist eine deutsche Privatschule in Montecarlo mit ca. 150 Schülern. Dort nahmen wir am Unterricht teil und erlebten dadurch perfekt den argentinischen (Schul)alltag kennen, der, anders als bei uns, bereits schon um 6:30 Uhr anfing. Auch an der Schule wurde uns dieselbe Herzlichkeit, die wir bereits in unseren Familien erhielten, entgegengebracht und wir fühlten uns sehr gut aufgehoben und sehr wohl!Die restlichen Wochen haben wir zusammen in Montecarlo verbracht, die argentinische Kultur, mit Mate-Tee und Empanadas, immer weiter kennengelernt und Freundschaften geschlossen, die hoffentlich noch für sehr lange Zeit bestehen bleiben werden! Außerdem haben wir Ausflüge mit der Schule zu den Moconá- Wasserfällen, den Ruinen von San Ignacio und dem Kreuz von Santa Ana gemacht, was ebenfalls sehr schön war!Insgesamt kann man sagen, dass wir alle unglaublich viele, mehr als wertvolle Erfahrungen in diesen Wochen sammeln durften, die uns unser ganzes Leben lang begleiten werden und uns zutiefst geprägt haben! Die so liebenswürdige Art der Argentinier war exzeptionell, wofür wir alle sehr dankbar sind! Gerade das hat es uns ermöglicht, ein zweites Zuhause im Norden Argentiniens, wo man nachts die Milchstraße sehen kann und wo Kolibris zum Frühstück durch den Garten fliegen, zu finden!Ebenfalls geht ein riesengroßer Dank an die Koordinatorinnen des Austausche: An Gladis Walter, die Schulleiterin des Instituto Carlos Culmey, die wir alle direkt ins Herz geschlossen haben und die sich so lieb um uns gekümmert hat und selbstverständlich auch an unsere Lehrerin Monika Holzscheiter, die den Austausch mit so viel Mühe für uns organisiert hat und uns somit einen Weg eröffnet hat, dessen Weg wir niemals wieder vergessen werden! 

Hannah Politycki, Q3