Vom 24. bis 30. März 2019 waren wir, SchülerInnen der E2 und Q2, für einen Austausch mit dem Gymnasia Herzliya in Tel Aviv. Dieser fand zum ersten Mal statt und sowohl wir, als auch Frau Gektidis und Herr Birkelbach, die uns begleiteten, waren gespannt, was uns vor Ort erwarten würde.

Am Sonntag, dem Tag unserer Ankunft, wurden wir von unseren Gastfamilien empfangen, in denen wir dann gemeinsam zu Abend aßen.

Am nächsten Morgen erwartete uns eine kurze Führung durch die Schule. Dann liefen wir zum Carmel Markt, bei dem wir Spezialitäten wie „Malabi“, einer Art weißem Wackelpudding mit Fruchtsoße und Kekskrümeln, probierten. Nach circa drei Zuckerschocks - alle Süßigkeiten in Israel sind sehr süß - gingen wir zu einer israelischen Schülerin, bei der wir den Nachmittag verbrachten. Abends gingen einige von uns essen, während andere den Tag am Strand ausklingen ließen.

 

Die darauffolgenden zwei Tage machten wir auf einen Kurztrip nach Jerusalem und in die Judäische Wüste. Die Reise begann mit einer Führung in Yad Vashem, einem sehr bekannten Holocaustgedenkmuseum nahe Jerusalem, das für alle SchülerInnen sehr bewegend war und uns den Schrecken der Judenverfolgung sehr nahebrachte. Für eine Ablenkung sorgte die weitere Besichtigung der Altstadt Jerusalems. An der Klagemauer hatten wir die Gelegenheit, unsere Wünsche auf Zettel zu schreiben und zwischen die Steine der Mauer zu stecken. Auch die Grabeskirche, der Ort, an dem Jesus begraben worden sein soll, war sehr eindrucksvoll.

Nach unserem Aufenthalt in Jerusalem stand uns eine zweistündige Fahrt nach Arad, einem Ort am Rande der Wüste, bevor, wo wir in einer Jugendherberge die Nacht verbringen sollten. Abends hatten wir noch eine kleine spontane Feier in einem Gemeinschaftsraum.

Unser dritter Tag begann mit einer Busfahrt durch die Wüste, bei der wir Kamele und Siedlungen von Beduinen sahen. Das war ein besonderes Erlebnis, da viele von uns noch nie in der Wüste waren. Am Tafelberg Masada angekommen, besichtigten wir nach einem anstrengenden Aufstieg die Ruinen der Festung, auf der König Herodes einst lebte. Von dort hatte man einen atemberaubenden Blick über die Wüste und das Tote Meer. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir die Oase En Gedi, in der wir eine weitere Wanderung unternahmen. Dann ging es wieder zurück nach Tel Aviv, wo einige essen gingen, während andere in Kleingruppen ins Kino oder shoppen gingen.

Der folgende Donnerstagvormittag stand uns frei zur Verfügung und viele nutzten das gute Wetter, um sich am Strand zu sonnen. Nachmittags picknickten wir in einem Park und liefen dann zum Hafen, um den Tag am Strand ausklingen zu lassen. Obwohl es inzwischen abgekühlt war, gingen viele im Meer schwimmen, während der Rest den Sonnenuntergang genoss.

Am Freitag, unserem letzten vollen Tag, stand die Besichtigung Jaffas, Tel Avivs Altstadt, an. Auf einem Spaziergang entlang der Promenade erzählte uns ein Austauschschüler einiges über die Entstehungsgeschichte von Jaffa, das bereits 3500 v. Chr. existierte. Weiter ging es zu einem der berühmtesten Märkte Israels, Shuk Hapishpishim. Dort kauften wir uns Souvenirs und Leckereien. Dann machten wir einen weiteren Spaziergang zum Strand, wo sich wieder einige trauten, schwimmen zu gehen. Abends trafen wir uns an einem Platz, um nochmal Zeit als Gruppe zu verbringen.

Der Morgen des Samstages, unseres Abflugtages, wurde unterschiedlich verbracht, einige gingen frühstücken, während sich der Rest am Strand traf. Am Flughafen gab es einen sehr emotionalen Abschied, da sich eine tolle Gruppendynamik entwickelt hatte und wahre Freundschaften entstanden waren.

Alles in allem war es eine großartige Erfahrung, am Austausch teilzunehmen. Wir haben sehr viel erlebt und jeder Tag war voll mit neuen Impressionen. Unsere Reisegruppe ist durch den Austausch sehr zusammengewachsen und auch unsere Austauschpartner sind uns sehr ans Herz gewachsen. Wir freuen uns auf ihren Gegenbesuch im Mai und planen schon unseren nächsten gemeinsamen Besuch in Tel Aviv.

Wir danken Irma Seiwert, die uns bei diesem Artikel mit uns fehlenden Informationen versorgt hat.

 

Autorinnen: Naomi Lemmer und Rosa Westenberger