Wir hatten uns bereits sehr darauf gefreut, als wir gehört hatten, dass es die Möglichkeit gibt, an einem Fairtrade-Workshop teilzunehmen und sich dabei zum Fairtrade-Botschafter ausbilden zu lassen.

Wir trafen uns zu siebt mit Frau Ottmann vor dem Haus am Dom, um dort an der Veranstaltung teilzunehmen, die mit einem interessanten Musical begann. Es warnzwar eher für jüngere Zuhörer gemacht, doch schlussendlich erklärte es gut die Idee des Fairtrade-Konzepts.

Bereits im Vorhinein konnten wir uns in Workshops eintragen und wir hatten uns für die Themen "Frauenrechte", "politisches Engagement", "Was ist eigentlich Fairtrade?" und "Überzeugend Argumentieren" entschieden.

Bei ersterem konnten wir eine Frau aus Kolumbien kennenlernen, die uns von einem Projekt in ihrer Heimat erzählte, mit dem sie speziell die Unabhängigkeit von Frauen fördern wollen. Sie gründeten eine eigene Imkerei und bieten nun Workshops für Männer und Frauen in Kolumbien an, um die derzeitigen sozialen Strukturen dort aufzubrechen und den Unterschied der Geschlechter zu minimieren. Hierbei kamen wir ins Gespräch mit Schülern von Schulen, die bereits die Auszeichnung der Fairtrade-schools besitzen und uns wichtige Tipps zur Umsetzung und auch Ideen geben konnten.

Der zweite Workshop stellte sich als eine Art Gruppenarbeit mit Rollenspiel dar, bei welchem wir verschiedene Formen politischen Engagements anhand eines aktuellen Beispiels vorstellen sollten. Vorgestellt wurde hierbei der Flashmob, die Demonstration, die Blockade und die Möglichkeit, eine Petition zu starten.

In "Was ist eigentlich Fairtrade?" wurden mehrere Beispiele für Plantagen, auf denen faire Arbeitsbedingungen herrschen, genannt. Anschließend wurden die sozialen und ökologischen Vorteile von Fairtrade vorgestellt. Dann wurden wir in Gruppen eingeteilt und sollten uns in diesen Gruppen mit einem bestimmten Thema beschäftigen, dass wir anschließend den anderen vorstellten. Dabei wurden uns verschiedene Arbeitsmaterialien gegeben, die man verwenden konnte. Darunter waren Bilder, Texte und Karten.

"Überzeugend Argumentieren" begann mit einer Präsentation, bei der mehrere gute Argumente für das Thema Fairtrade vorgestellt und sinnvolle Reihenfolgen der Argumente genannt wurden. Uns wurde beigebracht, wie man die Argumente gut strukturiert. Zum Schluss wurden uns Rollen zugeteilt, zum Beispiel der eines Großlieferanten. Andere sollten dann diese Leute mit den vorher gelernten Mitteln überzeugen.

Insgesamt war es ein schöner Tag, bei dem wir viel über das Thema Fairtrade, aber auch über die allgemeine Lebenssituation von Menschen in anderen Ländern sowie die Möglichkeiten des politischen Engagements und der argumentativen Durchsetzungsfähigkeit lernen konnten.

Wir sind sehr froh, dabei gewesen zu sein.