Europaschule

flaggeEUSeit 1995 gehört die Liebigschule zu den Hessischen Europaschulen. Vor allem die enge Zusammenarbeit mit dem Lycée Francais de Francfort, der bilinguale Zweig, die internationalen Betriebspraktika sowie die Vielzahl von Austauschfahrten waren die Gründe dafür, dass unsere Schule als landesweit erstes und für fünf Jahre auch einziges Gymnasium diesen Status erhielt.
Für Europaprojekte erhalten die Hessischen Europaschulen eine besondere finanzielle Förderung, die sie selbständig budgetieren, den einzelnen Europaprojekten zuweisen und diese verwalten. Darüber hinaus wird jährlich ein Entwicklungsbericht verfasst und viele Projekte in unterschiedlichem Umfang evaluiert.
Europaschulen kooperieren untereinander, um so einen Wissensaustausch zu garantieren und auf diese Weise, Schule weiterzuentwickeln.
 
Die Liebigschule schafft als Europaschule offene Räume, in denen Fremdes kennen gelernt und erlebt wird; offene Räume, in denen sich Sprachenvielfalt und Kenntnisse über andere Kulturen mit sozialem Lernen zu interkultureller Kompetenz entwickelt.
 
Hierbei ist wichtig:
  • durch Begegnung mit anderen Kulturen Verständnis und Toleranz entwickeln
  • Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen
  • Vorbereitung auf die internationale Arbeitswelt zu erhalten
  • demokratische Teilhabe durch Mitgestaltung und Dialogbereitschaft von Lehrern, Schülern und Eltern zu gewährleisten
  • durch dieses Miteinander die Bildung interkulturelle Lernprozesse zu fördern.
 
Die Arbeitsschwerpunkte des Schulentwicklungsprogramms der Hessischen Europaschulen beruhen auf den Bereichen:
  • europa1Europäische Dimension und Interkulturelles Lernen
  • Individualisiertes Lernen und Unterrichtsentwicklung
  • Schulmanagement und Qualitätssicherung
  • Know-How-Transfer
 
Alle fünf Jahre werden Europaschulen nach einem Evaluationsprozess neu zertifiziert
 
Maren Metz
(Europaschulkoordinatorin)
 

Der neue Austausch mit dem Collège Robert Schuman in Reims ist erfolgreich gestartet. Durften in diesem Jahr noch die Siebtklässler mit Französisch als 1. Fremdsprache vom 08.06.-14.06.2017 an der Frankreichfahrt teilnehmen, wird dieser Austausch künftig den Siebtklässlern mit Französisch als 2. Fremdsprache offenstehen.

Geregnet hatte es bis kurz vor Mulhouse, seitdem war die Sonne unser ständiger Begleiter. Herzliche Begrüßung durch unsere „correspondants“, (fast) alle kannten sich, waren die französischen SchülerInnen doch bereits für eine Woche im März in Frankfurt unsere Gäste.

Alfred Grosser diskutiert mit Schülern der Liebigschule, Ziehenschule und der Carl-Schurz-Schule über europäische Werte und mahnt, dass das Erinnern wesentlich sei für die Gestaltung des heutigen Europa. Der 91-jährige Publizist und Politikwissenschaftler bezog Stellung zu Fragen der Schuld und der Versöhnung. Er wies explizit daraufhin, dass es nicht "die Deutschen" gebe und die Frage von Schuld daher nicht pauschalisiert werden könne  - im Gegenteil: Erst der differenzierte Blick öffne die Chance zur Versöhnung.

Vom 17.-24. Mai waren die Liebigschüler in Riga, Lettland

Der Austausch mit dem Gymnasium für nordische Sprachen war für uns eine sehr interessante Erfahrung, da wir – obwohl wir die Sprache nicht sprechen – einen tollen Einblick in die Kultur und Lebensweise der Letten bekommen haben. Schon am Flughafen wurden wir und unsere begleitenden Lehrer, Frau Mutschler und Herr Schüler, mit Blumensträußen begrüßt!

Feierlich wurde es, als wir am Austausch-Jubiläum mitwirken durften: Neben den Reden von Vertretern beider Schulen – selbst Frau Brieske war angereist – trugen wir mit unseren Austauschpartnern ein lettisches Lied („Lecam Pa Vecam") und ein deutsches Lied („Mein kleiner grüner Kaktus") vor. Generell haben wir viel über lettische Musik erfahren. Denn das war unser Projektthema in Riga. Aber neben Hochkultur in der Oper gab es auch Strandausflüge an die Ostsee, eine Rallye durch die wunderschöne Altstadt von Riga, die viel prunkvoller ist, als wir das aus Frankfurt kennen und vieles mehr. Sehr empfehlenswert und lecker: „Karums", eine Art lettischer Riegel aus Quark mit Schokolade drum herum.

Dass wir am Ende fast gar nicht nach Hause wollten, mag an der tollen Gastfreundschaft gelegen haben. Mit im Gepäck: viele tolle Erinnerungen und neue Freundschaften .

 

Elena Ellerstorfer und Friederike Dörr

Im März und April 2016 fanden zwei Begegnungswochen mit dem Lycée Albert Schweitzer in Mulhouse statt. Zuerst waren die 34 französischen Schüler bei unseren Familien in Frankfurt zu Gast. Auf dem Gruppenprogramm der Liebigschule stand eine Stadtrallye, die Kakaowerkstatt im Palmengarten, der Besuch der Experiminta und des Filmmuseums, ein Ausflug in den Rheingau und die Aufklärung eines Mordes im Schülerlabor des didaktischen Instituts der Physik an der J.W. Goethe Universität.