Staatsminister Prof. Dr. Lorz gratuliert virtuell zu „einer der anspruchsvollsten und bedeutendsten Auszeichnungen“

Die Liebigschule wurde für ihre vorbildliche Arbeit im Schulentwicklungsprogramm der Hessischen Europaschulen als eine von 33 Schulen in ganz Hessen bereits zum sechsten Mal zertifiziert. Nach einem komplexen Antragsverfahren stellte sich die Liebigschule erneut einer kritischen Jury und wurde mit dem Gütesiegel „Hessische Europaschule“ versehen.

Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz übermittelte virtuelle Glückwünsche zu „einem der anspruchsvollsten und bedeutendsten Zertifikate, die wir haben.“ Er betonte, dass gerade in der gegenwärtigen Krise der Corona-Pandemie eine europäische Zusammenarbeit notwendig sei. Der Gedanke der Verständigung der Völker Europas und die Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit werde von den Europaschulen in die Öffentlichkeit und zu den Schüler*innen getragen. Lorz dankte für das Engagement unter nun erschwerten Bedingungen, da die Austauschfahrten auf absehbare Zeit nicht stattfinden können.

Europaschule als Schulentwicklungsprogramm

Europäische Dimension und Interkulturelles Lernen, Individualisiertes Lernen und Unterrichtsentwicklung, Schulmanagement und Qualitätssicherung sowie Know-How-Transfer und Außendarstellung stellen die Programmbereiche dar, an denen sich die Europaschulen orientieren. Durch regelmäßige Evaluationen werden die vielfältigen Projekte ständig weiterentwickelt. Die Vermittlung Werte Europas als Querschnittaufgabe, interkulturelle Kompetenzen und individualisiertes Lernen z.B. durch die Nutzung elektronischer Medien zur Kommunikation mit Partnern in Europa sind Beispiele für die Arbeit an der Liebigschule.

Vielfältige Angebote für Schüler*innen

Umfangreiche Austauschfahrten und internationale Projekte sind ein wesentlicher Bestandteil des Europaschulprogramms. Durch finanzielle Unterstützung aus dem Europaschuletat wird für alle Schüler*innen eine Teilnahme ermöglicht. Ein internationales Betriebspraktikum wird ebenso unterstützt, wie zahlreiche Aktionen zur Wertevermittlung, die Einrichtung eines Medienlabors, europäische Schülerzeitung, Menschenrechtswoche, Podiumsdiskussionen, und Gedenkstättenfahrten. Die Liebigschule pflegt auf unterschiedlichen Ebenen zahlreiche Kontakte zu europäischen Institutionen und Organisationen und ermöglicht damit den Schüler*innen  ein umfangreiches Programm zur europäischen Bildung.

Ausblick

Die aktuelle Situation stellt uns bei der Durchführung von Projekten und Fahrten vor enorme Herausforderungen, da sie nicht wie gewohnt durchgeführt werden können. Dennoch wollen wir diese Herausforderungen annehmen und unsere Europaaktivitäten kontinuierlich weiterentwickeln. Bei allem Bedauern über ausfallende Projekte lassen sich neue Wege finden, wie wir einen Zusammenhalt durch grenzüberschreitende Aktivitäten in Europa auch in der Zukunft erreichen können.

Sabine Brieske, 27.10.2020