Reflexionsraum

Bildung beinhaltet nach Ansicht unserer Schulgemeinde neben der Vermittlung von Wissen ebenso mehr Zeit für Kommunikation, mehr Zeit für Emotionen und – wenn nötig – auch mehr Zeit für die Bearbeitung von Konflikten.
Ungünstige Rahmenbedingungen wie große Klassen, Leistungs- und Termindruck, sowie gesellschaftliche Entwicklungen, konkret erlebt als häusliche und zwischenmenschliche Konflikte, zeigen sich auch im Unterricht, häufig in Form von Unterrichtsstörungen. Dahinter verbergen sich nicht selten ernsthafte Probleme, zu deren Bearbeitung im Unterricht selbst keine Zeit und kein Raum vorhanden sind.
Im ureigenen Interesse aller – sowohl der Störer, aber auch der Gestörten (Mitschüler und Lehrkräfte) - soll an der Liebigschule als Offener Ganztagsschule Zeit und Raum sein, um die Ursachen von Unterrichtsstörungen zu reflektieren. Die Schulgemeinde hat dazu die Einrichtung eines Reflexionsraumes beschlossen.
Dieser Raum eröffnet einen weiteren Weg, um mit Störungen umzugehen. Es müssen nicht immer Strafen in Form von Pädagogischen Maßnahmen und Ordnungsmaßnahmen durch die Klassenkonferenz verhängt werden, es kann auch im Reflexionsraum eine 'Auszeit' genommen, ein Beratungsangebot gemacht und eventuell konkrete Hilfe organisiert werden.
Von diesem zusätzlichen Angebot profitieren alle Mitschülerinnen und Mitschüler, insbesondere auch diejenigen, deren Recht auf Unterricht dank des Reflexionsraumes nicht mehr durch einzelne Störer eingeschränkt wird.
Der Reflexionsraum wird regelmäßig evaluiert, hier finden Sie die Schülerzahlen im Vergleich der letzten 4 Jahre. Dargestellt ist der prozentuale Anteil (Anzahl der Aufenthalte insgesamt bezogen auf die Anzahl der Schüler in der Sekundarstufe I) für die jeweiligen Schuljahre.

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