Umweltbildung

umwelt01
Bildung für eine nachhaltige Entwicklung 
Seit 1999 nimmt die Liebigschule teil an verschiedenen Schulentwicklungs-programmen zur "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert", kurz Transfer 21. Seit 2007 ist der Bildungsschwerpunkt integriert in das Programm Schule und Gesundheit. Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler verstärkt für Probleme zu sensibilisieren, die ökologisch und gesellschaftlich mit der Nutzung der natürlichen Ressourcen verbunden sind, und nachhaltige Lösungsansätze zu erarbeiten, damit die Lebensmöglichkeiten für kommende Generationen erhalten bleiben.

Die Personalverantwortung für die Gestaltung des Programms an der Schule trägt das Umwelt-Team, eine Gruppe, der neben dem Schulleiter und Lehrpersonen auch Eltern und Schüler angehören. Auch um unsere Schule nachhaltig schöner und lebenswerter zu machen, war den ersten Jahren unser Arbeitsschwerpunkt, die Umweltauswirkungen des Betriebs unserer Schule zu untersuchen und einige Verbesserungen zu erreichen. So wurden Unterrichtsräume verschönert und die Sanierung der Heizungsanlage beschleunigt. Beim systematischen Vorgehen haben wir uns am in der Privatwirtschaft üblichen Prüfverfahren eines Öko-Audits gerichtet, wobei wir vom RKW Hessen unterstützt worden sind. Als erste Schule in Hessen wurden wir 2003 für unser Umweltmanagement von der IHK zertifiziert. Seitdem arbeiten wir an folgenden Arbeitsschwerpunkten:
  • Jährliche Durchführung eines Klassenraumwettbewerbs zum Einüben umweltfreundlichen Verhaltens (Umgang mit Abfall und Energie, Ordnung in der Klasse)
  • Teilnahme an Umweltwettbewerben (z.B. Schulgartenwettbewerb der Sparkasse 1822, Umweltschule in Europa, Neckermann)
  • Nutzerbedingtes Energiesparen in Zusammenarbeit mit dem Verein Umweltlernen. Dazu werden Daten zum Energieverbrauch bzw. Energiebereitstellung - die Schule erhält eine neue Photovoltaikanlage auf dem neuen Auladach und betreibt ein Blockheizkraftwerk - mit Lerngruppen (z.B. WU) erfasst, ausgewertet und Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet.
  • Über das Umwelt-Forum Rhein-Main wurde eine Lernpartnerschaft mit Fa. Neckermann vermittelt. Dadurch konnten z.B. mehrtägige ökologische Exkursionen ermöglicht werden.
  • Unterstützung von Sanierungsprojekten im Schulgebäude (Anstrich von Klassenräumen und Fluren) bzw. des Außengeländes (Schulhof, Schulgarten)
  • Durchführen kleiner Umweltprojekte im Regelunterricht (z.B. Stationenlernen Umweltbildung Klasse 5, Lärmmessung, Umweltanalytik) oder im Ganztagsangebot (TierpflegeBienen-AGÖkowerkstatt und Schulgarten, Fairtrade-AG).
  • Transfer an andere Schulen (z.B. Erarbeiten eines Planspiels "Öko-Audit")

Thorsten Schweikart
 

Die Klasse 6B hat im Erdkunde-Unterricht den schulinternen Wettbewerb „HINSEHEN STATT WEGSEHEN“ entworfen. Dabei ging es darum auf die massive Umweltverschmutzung durch kopflos weggeworfenen oder illegal entsorgten Müll aufmerksam zu machen. Die Schüler*innen sollten dabei „bewusst hinsehen“ und Fotos machen, die sie auf ihr Klassen-Padlet hochgeladen haben. Jedes Bild ergab einen Punkt. Extrapunkte konnten durch selbst durchgeführte Müll-Sammelaktionen oder total absurde Müllfunde gemacht werden.

Mit über 140 Fotos und Müll-Sammelaktionen hat die Klasse 5A unter der Klassenleitung von Frau Castrinakis den Wettbewerb mit großem Abstand gewonnen. Den zweiten Platz belegte die Klasse 6E mit etwas über 60 Fotos von Müll. Die Klasse 5C erreichte mit ca. 30 Müllfotos den dritten Platz.
Die Preise für diese ersten drei Plätze wurden dankenswerterweise vom Liebigschulverein gesponsert, vielen Dank dafür!

Zu Beginn des Jahres 2021 wurden auf mehreren Dachabschnitten Photovoltaikmodule montiert. Durch die optimalen Bedingungen des Flachdachs konnten sogar mehr Module als ursprünglich geplant montiert werden und so wird die Liebigschule noch mehr eigenen Strom produzieren.

Erneut wurde die Liebigschule zusammen mit über 100 hessischen Schulen als Umweltschule ausgezeichnet. Dabei werden Schule ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für die Umwelt und einen nachhaltigen Umgang mit dieser auseinandersetzen. Dies kann im Unterricht oder speziellen Projekten geschehen.

Am Freitag, den 09.11.2018 fand in der Aula der erste Flohmarkt der Liebigschule statt. Die Idee dazu kam von Schülerinnen und Schülern der Fair-Trade-AG unter Leitung von Frau Ottmann. Die  AG plante und organisierte den Flohmarkt, zu dem SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern sowie alle weiteren Mitglieder der Schulgemeinde eingeladen waren, im Sinne der Nachhaltigkeit selbst nicht mehr verwendete Sachen zu verkaufen, die dadurch weitergegeben und länger genutzt werden können.


Gewappnet mit Gummihandschuhen und großen Müllsäcken schwärmten Mädchen und Jungen der 5a, 6b und 6e am Dienstag der letzten Schulwoche vor den Sommerferien aus, um ihren Schulweg von Müll zu säubern. Die tatkräftigen Schülerinnen und Schüler unterstützten mit ihrem Einsatz die alljährliche Aktion "Sauberhafter Schulweg", eine Umweltkampagne der hessischen Landesregierung. Ob Flaschen und Dosen oder Taschentücher und Bonbonpapiere - die Mädchen und Jungen staunten nicht nur über die Menge des Mülls, sondern auch über manch besonderen Fund wie einen Video-Rekorder und ein Plastikrehkitz.

Alles, was nicht niet- und nagelfest war, wurde von den Sammeltrupps voller Eifer "eingesackt" - die Lehrkräfte hatten schließlich sogar ihre liebe Not, den Sperrmüll der Anrainer vor der Sammelwut der Schülerinnen und Schüler zu bewahren. Die Passanten freuten sich sehr über das Engagement der jungen Menschen, was nicht der einzige Lohn der Klassen bleiben sollte:

Die Schülerinnen und Schüler gewannen im Losverfahren 200,- Euro für die Liebigschule.

Herzlichen Glückwunsch und weiter so!