Mit seiner scheinbar spontanen Talentshow hat der Kurs Darstellendes Spiel WU9 von Herrn Schüler in der Altstadt vor dem Kunstverein sein Publikum mit Theaterszenen, Hiphop-Tanz, einer Lesung, eigenen Raps bis hin zur Persiflage auf Michael Jacksons „Billy Jean“ begeistert.

Die Gruppe mit Aktivboxen, Mischpult und Mikros nähert sich der Cafébar im Kunstverein, wo sie den Strom für ihre Anlage beziehen werden. Kaum ist alles aufgebaut greift Moderatorin Claudia Osei-Owusu zum Megafon und kündigt lautstark eine Talentshow an, die schnell ihr Publikum findet, dass hier zwischen Römer, Schirn und neuer Altstadt neugierig stehen bleibt.

 Den Anfang machen Behnoud Keshipour Ghozlou und Barkin Yavuz mit ihrer tragikomischen Interpretation von Schlüsselszenen aus „Romeo und Julia“, mit der sie großen Applaus ernten. Nach Ankündigung der Moderatorin singen Lillian Antwi und Eleni Tiliudi „Baby“ von Justin Bieber mit vollem Körpereinsatz. 

        Flashmob 3       Flashmob 4

Aleyna Meral zeigt mitreißende Tanz-Choreografien, auch gemeinsam mit Talia Demir. Helin Agopoglu performt überzeugend ihren eigenen Rap zum Beat aus den Boxen, gefolgt von Johanna Bühling, die gekonnt eine Kurzgeschichte vorträgt. Talia Demir beweist sich bei ihrem zweiten Auftritt als talentierte Raperin, während das Publikum im Takt der Musik mitgeht und ihr mit viel Applaus Respekt zollt.

        Flashmob 2       Flashmob 1

Last but not least zeigen Antonia Link und Simon Semere ihre Version von „Billy Jean”: Mit Hüten und im Moonwalk bewegen sie sich rückwärts ins Zentrum des Geschehens, wo sie in bewusst schrägen Tönen Michael Jacksons Song intonieren, stets mit einem ironischen Lächeln auf den Lippen. Dass auch die Zuschauer Spaß hatten, belegt der Beifall am Schluss. Unauffällig, wie sie gekommen ist, verteilt sich die Gruppe in alle Richtungen. Der Flashmob ist vorbei und hat in der Frankfurter Altstadt viele Eindrücke hinterlassen.

Martin Schüler, 03.03.2020