Deutsch

Auf der Grundlage der komplexer gewordenen Schülerschaft der Liebigschule, widmet sich der Deutsch-Unterricht – ausgehend vom Lehrplan des HKM – den Schwerpunkten Förderung, Methodentraining, Projektarbeit, fächerübergreifendes Lernen und fördert die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben.
 

Förderung
In einer speziell eingerichteten Deutsch-Werkstatt (Mo-Do 7./8. Std.) haben SchülerInnen aller Jahrgangsstufen die Möglichkeit, individuelle Schwächen unter fachgerechter Anleitung zu beheben. Außerdem werden SchülerInnen, insbesondere der Klassen 5 bis 7, im Rahmen von LRS-Kursen speziell gefördert.

Methodentraining
Alle Klassen können das, was sie von Klasse 5 an erlernt haben, in Präsentationen/ Referaten zu selbst gewählten Themen wie z.B. mein Sportidol/ Behinderung/ Gebärdensprache/ PC-Missbrauch etc. im Deutsch-Unterricht vertiefen. Hinzu kommt ein für alle SchülerInnen der E-Phase verbindliches allgemeines Methodentraining, das im Deutschunterricht noch vertieft bzw. dessen Anwendung erprobt wird.

Projektarbeit
Diese wird an der Liebigschule sehr intensiv betrieben - sei es im „Gutenberg"-Projekt (Kl.5), im Großprojekt des „Foto-Romans" (Kl.8), im Zeitungsprojekt „FRiSch" (Fr in der Schule/ Kl.9) bzw. „Frankfurt schreibt" oder der möglichen Befragung von Zeitzeugen nach verschiedenen Lektüren. Der LK Deutsch setzt sich seit 15 Jahren mit dem Thema „Weimar im Spannungsfeld zwischen Klassik und NS-Terror" auseinander. Zudem kann die Liebigschule seit Generationen auf eine erfolgreiche Arbeit des Schultheaters zurückblicken, dessen Elemente der szenischen Interpretation auch häufig im Literaturunterricht Anwendung finden. In Zusammenarbeit mit der Schulbibliothek werden die SchülerInnen zum einen in die wissenschaftsgerechte Recherchearbeit eingeführt und zum anderen soll durch diese intensive Zusammenarbeit der Lesespaß gefördert werden.

Fächerübergreifendes und außerschulisches Lernen
Mit dem Fach „Darstellendes Spiel" besteht eine enge Zusammenarbeit, die schon allein dadurch befördert wird, dass einige Deutschkollegen dieses Fach unterrichten. Zusammen mit dem Fach „Geschichte" wird seit kurzem ein erfolgreicher Riga-Austausch initiiert. Theaterbesuche haben für viele SchülerInnen einen hohen Stellenwert, da einige im Rahmen von Klassen/ Kurs-Veranstaltung zum ersten Mal verschiedene Spielstätten (Frankfurt, Bad Vilbel, Darmstadt oder Wiesbaden) besuchen.

Wettbewerbe
Der Vorlesewettbewerb stellt den Höhepunkt für alle Leseratten der 6. Klassen dar, weil an diesem Tag der Schulsieger ermittelt wird, der schließlich die Liebigschule auf nächst höherer Ebene vertreten darf. Wenn dann noch ein Jugendbuch-Autor als Rahmenprogramm aus eigenen Büchern liest, lauschen die 6. Klässler sehr gern diesem Poeten. Seit 2011 nehmen Schüler der E-Phase, zusammen mit einigen Eltern und Lehrern, auch an einem Frankfurter Diktatwettbewerb teil. Die Rhetorik und die Argumentationsfähigkeit der SchülerInnen wird durch die Teilnahme an dem Wettbewerb „Jugend debattiert" geschult.

 

Die Diktatwettbewerbe an der Liebigschule im Schuljahr 2016/17

Am 28.11.2016 fand an der Liebigschule der schulinterne Wettbewerb von „Frankfurt schreibt!“ für die Schüler der E-Phase in der Aula statt. Frau Ziogas und Herr Winkler übernahmen die Regie. Beim Betreten der Aula wurden die Schüler mit einem Klemmbrett und Blättern zum Schreiben ausgestattet und nahmen Platz. Frau Ziogas und Herr Winkler erklärten den Ablauf und die Regeln mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation. Herr Winkler scherzte dabei, dass es sich nicht lohne, bei seinem Nachbarn abzuschreiben, da der Sitznachbar voraussichtlich noch mehr Fehler machen würde.

 

Am 30.1.2017 fand an der Liebigschule ein Projekttag zum Thema "Jugend debattiert" statt. Daran nahmen die Schülerinnen und Schüler der E-Phase teil, die die Deutschkurse der Lehrerinnen Edlefsen-Klose, Pajatsch und Tokmatschi besuchen.

 

Liebe Schüler der Klassen 5 und 6,

 

wir laden euch herzlich zu Lesungen rund um das Thema Weihnachten ein.

Wer?                   Alle Schüler der 5. und 6. Klassen

Wann?                Montags und freitags in der 1. großen Pause

Wo?                    Schulbibliothek der Liebigschule

                                                                                                      

Eure

Deutschlehrer der Liebigschule

 

Es ist Tradition an der Liebigschule, dass vor dem Vorlesewettbewerb der 6. Klassen eine Autorenlesung für die gesamte Jahrgangsstufe in der Schulbibliothek stattfindet. In diesem Jahr konnte dafür der Schriftsteller Pete Smith gewonnen werden.
Pete Smith wurde 1960 als Sohn einer Spanierin und eines Engländers im westfälischen Soest geboren und lebt in Frankfurt am Main.
Der Autors las aus seinem Buch „168 – Verschollen in der Römerzeit", dem zweiten Band über die Abenteuer mehrerer Internatsschüler, die mit einer Zeitmaschine namens „Madonna" in verschiedene Epochen der Menschheitsgeschichte reisen. Zeitreisen seien wohl in der Wirklichkeit nicht möglich, so Pete Smith bei der Vorstellung seines Romans, trotzdem haben sich auch seriöse Physiker damit beschäftigt. Im vorgestellten Werk führen römische Funde auf dem Internatsgelände dazu, dass es die Freunde ins Köln des Jahres 168 verschlägt.

Pete Smith war der Dialog mit seinem Publikum wichtig: Im Anschluss an die vorgelesenen Passagen gab es immer Zeit für Fragen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren so vieles über den Beruf und die Arbeitsweise des Schriftstellers. Auch Ernüchterndes, denn reich werde man normalerweise damit nicht – nur eine Verfilmung wäre wie ein Sechser im Lotto, veranschaulichte Pete Smith. Für seine Romane müsse er viel recherchieren; so zum Beispiel, warum die Monate Juli und August nacheinander 31 Tage haben oder dass in einem Roman, der im Mittelalter spielt, noch keine Tomaten vorkommen dürfen.
Fünfzehn Bücher hat Pete Smith bereits geschrieben, das Sechzehnte erscheint demnächst. „Wenn das neueste Buch veröffentlicht wird", gab er zu, „erfasst mich Stolz, aber auch etwas Wehmut."

Nach diesem Vortrag stieg die Spannung, schließlich ging es nun darum, den Schulsieger im Vorlesewettbewerb zu ermitteln. Keine leichte Aufgabe für die Jury, die sich zusammensetzte aus Lehrerin Frau Suliman, Schulelternbeirätin Frau Greif-Teitge, der Vorjahressiegerin Charlotte Schmidt (welche sogar am Bezirksentscheid teilnahm – nachträglich herzlichen Glückwunsch!) sowie Regisseur und Schauspieler Herrn Haberstroh und Schulbibliotheksleiter Herrn Porten.
Die sechs Klassensieger Simon Oppelt (6b), Janis Vogt (6d), Dan Balon (6c), Leon Edwards (6a), Roman Abel (6e) und Kenan Yavuz (6f) lasen zunächst aus einem Buch ihrer Wahl vor. Das Publikum hörte aufmerksam den lebhaften Beiträgen aus zwei „Top Secret"-Bänden, „Ghostbusters", „Die Tribute von Panem", „Die Auserwählten" sowie „Christian und die Zahlenkünstler" zu.
Danach trugen die Wettkämpfer einen ihnen unbekannten Text vor. Dafür hatte die Jury passenderweise Passagen aus „168 – Verschollen in der Römerzeit" ausgesucht.
Letztendlich konnte Janis Vogt aus der 6d die Jury überzeugen und den Schulentscheid für sich gewinnen. Unter großem Beifall des Publikums erhielten die sechs Schüler ihre Urkunden sowie Buchpreise.

 

Wir gratulieren allen Klassensiegern und wünschen unserem Schulsieger Janis viel Erfolg bei der nächsten Wettbewerbsrunde!

 

Guido Porten, Leiter der Schulbibliothek

Anas Benakka, Robert Rosic, Nima Peyravi, Arsalan Havaie