Religion

Evangelische und katholische Religion sowie Ethik werden an der Liebigschule durchgängig ab der fünften Klasse bis zum Abitur unterrichtet. Die Bedeutung der Werte-Vermittlung innerhalb des schulischen Lehrplans wird dadurch unterstrichen.
 
Durch die Regelungen zum Unterricht zwischen Staat und Kirche(n) ist auf absehbare Zeit keine Zusammenlegung in Sicht. Vorteil der traditionellen Aufteilung ist, dass die jeweiligen Schwerpunkte und Traditionen der Konfessionen der Schülerschaft vermittelt werden - und zwar durch entsprechend ausgebildete Lehrkräfte.
  • Zum Curriculum gibt es derzeit eine gewisse Flexibilität, weil mehrere Prozesse der Lehrplanentwicklung aufeinandertreffen:
  • Die Rückkehr zu G9
  • Die kompetenzorientierte Umgestaltung
  • Die Möglichkeit hausinterner Schwerpunktsetzungen
Deshalb gilt derzeit für die Klassen 5 - 9 der staatliche Lehrplan in Verbindung mit eigenen kompetenzorienterten Erfahrungen.
 
Für die Oberstufen gilt verstärkt der vorgegebene Lehrplan wegen der gegebenen Relevanz für die Meldung zum schriftlichen oder mündlichen Abitur. Mit Abwandlungen im katholischen Lehrplan geht es im evangelischen Bereich in der E-Phase um das Verständnis Heiliger Schriften (Hermeneutik) besonders der monotheistischen Religionen Judentum, Christentum, Islam. In der Q-Phase geht es um Christologie, ethische Herausforderungen der modernen Lebenswelt, Theologie im engeren Sinn, Religionskritik und Fragen der (christlichen) Spiritualität. So ist eine sichere Basis geschaffen, um den Ansprüchen des Zentralabiturs im Bereich Grundkurs zu genügen bzw. mit Erfolg eine klassische mündliche Prüfung oder auch eine Präsentationsprüfung abzulegen. Letztere erlaubt auch fächerübergreifende Themenstellungen, so dass z. B. die Verbindung von Religion zur Welt der Kunst oder des Sports dargestellt werden kann.

Speziell die Studientage - etwa Ende Januar zwischen dem ersten und dem zweiten Halbjahr - können für Exkursionen genutzt werden. Hier ist insbesondere der interreligiöse Dialog zu pflegen durch den Besuch von Moscheen und anderen spirituellen und diakonischen Einrichtungen, die in Frankfurt in großer Fülle vorhanden sind. Je nach Parallelität auf der Zeitleiste im Unterrichtsalltag können auch gemeinsame Unterrichtsphasen mehrerer Lerngruppen stattfinden, sei es themenorientiert oder auch zum Begehen besonderer Rituale beim Abschied vor den Ferien.

Seelsorgerliche Dienstaufträge sind zur Zeit nicht gegeben, doch können die Unterrichtenden ähnlich wie alle Lehrkräfte angesprochen werden und beim Kontakt zur Vertrauenslehrerin und zur Streitschlichtergruppe behilflich sein.

Zur häuslichen Unterrichtsvorbereitung ist der Besitz einer Bibel nötig. An der Liebigschule wird die Einheitsübersetzung aus dem Herder-Verlag genutzt. Doch kann auch die revidierte Luther-Übersetzung als Hilfsmittel beim Abitur Verwendung finden.