Digitale Gedenkstättenführung durch das KZ Dachau

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts haben wir, die ehemalige Klasse 10 b an einer Gedenkstättenführung durch das Konzentrationslager in Dachau teilgenommen. Aufgrund der Pandemie hat diese allerdings digital per Videokonferenz stattgefunden.

Bereits einige Tage vor der eigentlichen Gedenkstättenführung bekamen wir die Aufgabe, uns Fragen zu überlegen,

die zu unserem aktuellen Thema, dem 2. Weltkrieg und speziell zu der Gedenkstätte passen und deren Antwort uns interessiert. Wir haben uns also bereits im Vorfeld etwas mit dem Konzentrationslager und dem Leben der dort Inhaftierten beschäftigt. Auch haben wir Bilder bekommen, die aus dieser Zeit stammen und Eindrücke aus dem Leben der Häftlinge widerspiegeln. Diese Bilder waren Fotos, Zeichnungen und Plakate, die mit dem Konzentrationslager in Zusammenhang stehen. Von diesen Bildern sollten wir eines aussuchen und uns Gedanken dazu machen, Fragen formulieren und darüber nachdenken, was das Bild darstellt.

Die Führung hat über die Konferenz-Plattform Zoom stattgefunden und es hat erstaunlich gut funktioniert. Wir wurden per Kamera live mit durch die 200 Hektar große Gedenkstätte genommen und haben viel zu der Geschichte des Lagers aber auch zum allgemeinen Leben von Häftlingen zur Zeit des zweiten Weltkrieges erfahren. Die Führung ging in einem angenehmen Tempo voran und wir hatten zu jeder Zeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die dann auch immer direkt ausführlich beantwortet wurden. Dadurch, dass man nicht selbst nach Dachau fahren konnte, war es dort sehr leer und wir hatten freie Sicht auf alles. Wir wurden in viele Gebäude, wie zum Beispiel in den Bunker, das Gefängnis des Konzentrationslagers und in die Baracken, in denen die Inhaftierten gewohnt haben, mitgenommen. Andere wichtige Gebäude und Plätze in Dachau sind der Appellplatz, auf dem sich die Inhaftierten regelmäßig versammeln mussten, die Krankenstation, das Wirtschaftsgebäude, das Jourhaus, das Krematorium und erstaunlicherweise auch ein Standesamt. Am einzigen Eingangstor hängen die Worte „Arbeit macht frei“, das Motto des Lagers. Das Motto mutet auf den ersten Blick sehr anständig an, wenn man allerdings bedenkt, dass man sich in dem Lager „zu Tode gearbeitet“ hat, gewinnen diese Worte schnell eine ganz andere Bedeutung.

Die Führung hat uns klar gemacht, unter welch grausame Bedingungen die Leute in dem Konzentrationslager leben mussten und die Zahlen der Betroffenen war erschreckend hoch. Allerdings war es auch sehr interessant, da der zweite Weltkrieg mitsamt den Konzentrationslagern zu der Geschichte Deutschlands gehört und eine wichtige Rolle in unserer Vergangenheit spielt.

Die Klasse ist sich einig, dass diese Führung empfehlenswert und definitiv einen Besuch in Dachau wert ist.

Emily V. - ehemals Klasse 10b der Liebigschule