CORPUS DELICTI: Überwachungsstaat vs. Freiheitsliebe

Bitte beachten: Pandemiebedingt wird die Bestuhlung nur mit Abstand möglich sein, das Tragen einer medizinischen Maske ist erforderlich.

Der Darstellendes Spiel-Kurs der Q2 hat sich mit der düsteren Zukunftsvision einer Gesundheitsdiktatur befasst, wie sie Juli Zeh in ihrem Roman „Corpus Delicti“ entwirft. Dieser Staat verordnet seinen Bürger*innen ein vermeintlich gesundes Leben: viel Sport, gute Ernährung und ein absolutes Verbot toxischer Substanzen wie Alkohol und Tabak. Beziehungen sind nur legal, wenn die Blutgruppen kompatibel sind, das Genmaterial zueinander passt. Damit das auch überwacht werden kann, sind die Bürger gechipt. Wer aus der Reihe tanzt, macht sich verdächtig – so wie Moritz Holl.


Um so reizvoller ist es für die Schüler*innen gewesen, die Schwächen des Systems spielerisch deutlich zu machen. Aus der aktuellen Schullektüre ist so eine eigene Inszenierung geworden, die am 28. und 29. Juni um 19:00 Uhr in der Aula der Liebigschule zu sehen sein wird. Der Eintritt ist frei.

M. Schüler, 09.06.2022