Liebigschule Frankfurt, Kollwitzstr. 3, 60488 Frankfurt, Tel.: 069 212 39479, Fax: 069 212 394 80, poststelle.liebigschule@stadt-frankfurt.de

Musik

Ziel des Musikunterrichtes an der Liebigschule ist, den Schüler zu befähigen, am Musikleben unserer Tage aktiv oder wenigstens sinnvoll hörend teilnehmen zu können.

Wir versuchen dieses Ziel einmal in einem möglichst kontinuierlichen Musikunterricht auf breiter Basis, zum anderen in den verschiedenen Ensembles (Chöre, Orchester, Big-Band, Spielkreis und Kammermusik) aktiv musizierender Schüler zu erreichen. In der Unterstufe erlernen alle Schüler das Blockflötenspiel; auf diese Weise soll den Schülern die Möglichkeit gegeben werden, theoretische Zusammenhänge sofort praktisch umzusetzen und Ergebnisse eigener Kreativität instrumental zu erproben, wodurch Lernen in einem handlungsorientierteren Rahmen stattfinden kann. D.h. nach Überwindung erster technischer Schwierigkeiten erlaubt dieser instrumentale Einstieg schon bald gezielte Aufgaben zu stellen, etwa die selbständige Erarbeitung oder Erfindung einer Melodie. In erfreulich vielen Fällen steigert er zugleich die Bereitschaft der Eltern und das Interesse der Schüler, ein weiterführendes Instrument zu erlernen. Die Schule unterstützt solche Schülerwünsche seit langem dadurch, daß sie schuleigene Instrumente ausleiht und ihr Erlernen im Instrumentalunterricht an der hausinternen Musikschule ermöglicht. Hierbei haben allerdings die Orchesterstimmen Vorrang, da es unser Ziel ist, die Schüler, haben diese ein bestimmtes Spielniveau erreicht, in Ensembles (Orchester, Kammermusikgruppen und Spielkreis) zu integrieren.

Neben dem Blockflötenunterricht wird v.a. in den unteren Klassen das Singen im Klassenverband gepflegt. Nicht zuletzt auch, um die Bereitschaft der Schüler, schon früh in den bestehenden Gesanggruppen mitzuwirken, zu fördern. In den Chören Klassen 5, 6 und 7 sollen die Fähigkeiten und Erfahungen erworben werden, die ab Klasse 8 die erfolgreiche Mitwirkung im Großen Chor der Liebigschule ermöglichen. Ziel des Chorunterrichtes ist, die Schüler zu einem niveauvollen Musizieren zu befähig ohne dabei auf bestimmte Stilrichtungen festgelegt zu sein. Darüber hinaus soll den Schülern so die Chance eröffnet werden, nach ihrer Schulzeit als Mitglied eines Chores weiterhin aktiv am musikalischen Leben teilzunehmen.

Für den Musikunterricht stehen zwei Fachräume zur Verfügung, deren Einrichtung - teilweise aus Mitteln der Elternspende - laufend verbessert wird, eine Grundausstattung von Lehrmitteln und eine hinreichende, in die Hauptbibliothek integrierte musikwissenschaftliche Bibliothek.

Durchgehendes Unterrichtsprinzip bis in die Oberstufe ist die Sensibilisierung der Hörfähigkeit. Schulung der analytischen Fähigkeiten in bezug auf innermusikalische Zusammenhänge sowie die Förderung der Kreativität durch gezielte Gestaltung der Aufgaben. Wir glauben zwar nicht, auf Noten-, Harmonie- und Formenlehre verzichten zu können, versuchen aber die Erarbeitung möglichst praxisbezogen und insbesondere in unteren Klassen in spielerischer Form zu erreichen. Das Erwerben dieser Grundkenntnisse kann trotzdem nicht Selbstzweck sein, sondern Mittel, mit dessen Hilfe der Schüler fundamentale Zusammenhänge der Musik, genau die Kennzeichen bestimmter Epochen, Musikrichtungen, Stile erkennen kann, um so zu einem intensiveren Erleben der jeweiligen Musik zu gelangen. 
 
 

Europäische Musik für unsere ukrainischen Gäste

Im Rahmen der Europawoche 2022 spielten am Donnerstag, dem 05. Mai, die drei Instrumentalensembles der Liebigschule in einer gemeinsamen Probe die Europahymne von Beethoven und die ukrainische Nationalhymne. Da dies ein offenes Projekt war, gesellten sich neben einem Zehntklässler auch eine Kollegin und zwei Kollegen mit ihren Instrumenten Blockflöte, Cello und Trompete hinzu.

Musik Monat Mai der Musikhochschule Frankfurt: Ausflug zum Hindemith-Forum im Kuhhirtenturm

Am 4. Mai besuchte die Klasse 10b im Rahmen des Musikunterrichts den Kuhhirtenturm in Frankfurt-Sachsenhausen. Der Kuhhirtenturm ist einer der wenigen noch erhalten mittelalterlichen Wehrtürme Frankfurts und allein schon deswegen einen Besuch wert. Hindemith war ein Frankfurter Komponist, der Anfang des 20. Jahrhunderts zu Berühmtheit wurde. Er und seine Familie bewohnten den Turm mit Unterbrechungen ab dem Jahr 1923. Im zweiten Weltkrieg musste Paul Hindemith emigrieren, da seine Musik von den Nationalsozialisten als „entartet“ eingestuft wurde und somit die Aufführung seiner Werke verboten war.

Grußwort der Schulleitung

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